News

Inklusion an Schulen in Waldeck-Frankenberg

Info-Forum am 12.03.2018 in der Hans-Viessmann-Schule in Bad Wildungen

Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie alle Menschen. Das gilt auch für schulische Bildung und den Zugang von Bildungsangeboten. Im Rahmen der Inklusion werden Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet. Schülerinnen und Schüler sollen dabei individuell gefördert werden. Das Forum informierte über den aktuellen Stand der Inklusion an Schulen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. 

Nach der Begrüßung durch Herrn Matthias Bank, stellv. Schulleiter der Hans-Viessmann-Schule und Frau Claudia Knublauch, Geschäftsführerin des HESSENCAMPUS Waldeck-Frankenberg stellte Herr Lothar von Eikels, Vertreter des Staatlichen Schulamts für den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg, die Entwicklungen zur „Inklusion an Schulen in Hessen“ vor. Zunächst wurde den Teilnehmern ein historischer Überblick der integrativen Beschulung seit Mitte der 1970er Jahre bis heute gegeben.

So fand bis in die 2000er ein bedeutsamer Ausbau von gemeinsamen Unterricht (GU),  Beratungs- und Förderzentren und präventiven Maßnahmen statt. Mit dem Beschluss der Behindertenrechtskonvention durch die UN-Generalversammlung im Dezember 2006 erfuhr die integrative Beschulung weitere Anstöße, so dass sich der Begriff „Inklusion“ entwickelte. Mit dem aktuellen Hess. Schulgesetz vom 30. Juni 2017 hat jedes Kind nun einen Rechtsanspruch auf inklusiven Unterricht.

Anschließend stellte Frau Iris Paltinat, Schulleiterin der Mathias-Bauer-Schule, das Konzept des Beratungs- und Förderzentrums in Bad Wildungen und die Entwicklung der inklusiven Schulbündnisse im Landkreis Waldeck-Frankenberg dar. Es sollen zukünftig drei regionale inklusive Schulbündnisse eingerichtet werden. Ziel ist es, regelmäßige Handreichungen und Informationen zum Thema Inklusion geben zu können und damit den Informationsaustausch, die hessenweite Netzwerkbildung und die Fortbildung der Lehrkräfte zu fördern. Weiter sollen die Schulen von der engen Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams profitieren und die eingesetzten Sonderpädagogen bei der Entwicklung von Standards in der inklusiven Beschulung und auf dem Weg zu „einer Schule für alle“ unterstützen.
Im Anschluss besuchten die teilnehmenden Lehrkräfte je nach Interesse einen der drei angebotenen Workshops mit den Themen „Lerndifferenziert unterrichten“, „Anwendung des Nachteilsausgleichs bei Legasthenie“ und „Kollegiale Fallberatung“.

Weitere Veranstaltungen zu dem Thema Inklusion folgen im weiteren Verlauf des Kalenderjahres.

Zurück