„Fördern Sie Annäherung, unterstützen Sie nicht die Vermeidung!“

So lautete eine der hilfreichen Tipps zum professionellen Umgang in Beratung, Begleitung und Unterstützung von geflüchteten, vermutlich traumatisierten Menschen von Referentin Dr. Sabine Friedrich. Sie selbst ist Psychologin und psychologische Psychotherapeutin und brachte den Teilnehmenden der vierten Fortbildung in diesem Halbjahr zur Veranstaltungsreihe des HESSENCAMPUS Waldeck-Frankenberg „Integration gestalten – Teilhabe ermöglichen“ nahe.

Die Teilnehmenden aus den Arbeitsbereichen Schule, Beratung und anderen Bildungseinrichtungen erhielten bei der Fortbildung „Soziale Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen“ einen Überblick über unterschiedliche Traumafolgestörungen und erarbeiteten hilfreiche Strategien zum professionellen Umgang mit Betroffenen, damit sie in ihrem Wirkungsbereich diese hilfreich unterstützen können.

Mit vielen Praxisbeispielen und dem immer wieder hergestellten Bezug zu den unterschiedlichen Aufgabenfeldern der Teilnehmenden, ob Jobcenter, Schule oder Ehrenamt, informierte Frau Dr. Friedrich über Symptome und Erscheinungsformen, gab praktische Tipps und Materialien zum Thema aus.

Mit dem klaren Plädoyer der Referentin, die Geflüchteten keinesfalls sich selbst zu überlassen, da dann die Wahrscheinlichkeit einer Traumatisierung am größten sei, erarbeiteten die Teilnehmenden Strategien und Ideen für die gemeinsame Arbeit mit den Geflüchteten, tauschten Erfahrungen aus und konnte kleine Fallbeispiele besprechen.

Die Teilnehmenden meldeten zurück, dass sie nun in der Lage seien aufgrund des theoretischen Hintergrundwissens Verhalten einzuschätzen.

Aufgrund der großen Nachfrage werden auch im zweiten Kalenderhalbjahr 2017 weitere Veranstaltungen zum Thema Integration, Trauma und Flüchtlinge angeboten. Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise sind der Homepage des HESSENCAMPUS Waldeck-Frankenberg zu entnehmen.