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Ene, mene, miste... - Entscheidungen treffen leicht gemacht!

Wir tun es alle. Jeden Tag. Mehrfach. Zu den unterschiedlichsten Fragestellungen. Entscheidungen treffen!

Von der Frage "Was will ich anziehen?" über die Frage "Was gibt´s heute zu essen?" bis hin zu "Welche Termine sind heute wichtig?" ist jeden Tag alles dabei. Die meisten dieser Entscheidungen treffen wir spontan, sie gehören zu unserem Alltag und wir sind zumindest einigermaßen geübt darin. Andere Entscheidungen sind komplexer, haben mehr Tragweite: "Wo will ich beruflich hin?" "Bin ich hier noch am richtigen Ort?" Familienplanung, Jobwechsel, Autokauf... Da muss abgewogen werden.

Und in diesem Abwägeprozess führen viele Wege nach Rom: Einige Menschen agieren bei Fragestellungen größerer Tragweite relativ spontan und entscheiden aus dem Bauch heraus ohne groß darüber nachzudenken. Sie vertrauen ihrer Intuition, ihrem Bauchgefühl. Andere hingegen verschaffen sich erstmal einen genauen Überblick, sammeln Informationen, lesen Rezensionen, erstellen Pro- und Contralisten, tauschen sich mit anderen aus. Das kann Klarheit bringen und eine Entscheidung erleichtern oder auch genau das Gegenteil bewirken und die Komplexität erhöhen. Die Klarheit schwindet. Plötzlich wird alles noch komplizierter, Unsicherheiten, was wohl die richtige Entscheidung ist, nehmen zu. Und manchmal kommt es vor, dass vor lauter Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, gar keine Entscheidung mehr getroffen wird. Das schafft natürlich Frust und wir begeben uns in eine gedankliche Dauerschleife: "Soll ich nun..." "Oder lieber nicht...?" Denn eins ist klar: Manche Entscheidungen müssen getroffen werden. Früher oder später! 

Um die Entscheidungsfindung zu unterstützen, gibt es viele Tipps und Methoden. Wir haben davon für Sie drei effektive Tools herausgesucht:

 

1. Entscheidungen treffen mit Leichtigkeit 

Wenn Sie zu den Personen gehören, die einen Zugang zu Ihrer Intuition haben, wird es Ihnen in den meisten Fällen leicht fallen, Entscheidungen zu treffen. Denn Sie spüren, was Ihnen eher behagt und was Ihnen wiederum Bauchschmerzen bereiten könnte. Sollten Sie zu den Menschen gehören, die sich wünschen, Entscheidungen ebenfalls intuitiver, spontaner und mit mehr Leichtigkeit treffen zu wollen, dann sollten Sie die Methode, die dieses Sprichwort vorschlägt, ausprobieren: "Wenn du dich nicht entscheiden kannst, wirf eine Münze. Du wirst schon beim Werfen merken, welche Möglichkeit du bevorzugst."

Was bedeutet das in der Praxis? Wenn Ihnen beim Werfen der Münze der Impuls kommt "Hoffentlich nicht Kopf!" (Möglichkeit A), können Sie spüren, was Sie sich insgeheim wünschen. Dann braucht es nur noch ein bisschen Mut, diesem Gefühl zu vertrauen und die Entscheidung zu besiegeln. As easy as it seems! 

 

2. Konsequenzen abschätzen

 

Bei manchen Fragestellungen gibt es möglicherweise große Bedenken, weil die Konsequenzen weitreichend sein könnten. Automatisch kommen mehr Zweifel auf,  ob die bevorzugte Entscheidung tatsächlich richtig sein wird. Die amerikanische Wirtschaftsjournalistin Suzy Welch hat eine Methode entwickelt, die einerseits dabei helfen kann, dass Sie Ihre Entscheidung gründlich abwägen, aber andererseits auch zügig zum Ergebnis kommen und sich nicht in der Komplexität der Frage verlieren: Die 10-10-10-Methode. Sie funktioniert nach einem einfachen Prinzip:

  • Schritt 1 - Formulieren Sie eine Schlüsselfrage. Auf welche Fragestellungen brauchen Sie eine Antwort, für welches Problem eine Lösung? 
  • Schritt 2 - Tragen Sie alle Fakten zusammen, die Sie für die Entscheidung benötigen. Welche Alternativen haben Sie und zu welcher Möglichkeit tendieren Sie? Was spricht dafür, was spricht dagegen? 
  • Schritt 3 - Wägen Sie ab, welche Konsequenzen Ihre Entscheidung haben könnte, und zwar in 10 Minuten, in 10 Monaten und in 10 Jahren. 
  • Schritt 4 - Gleichen Sie alle Infos, insbesondere die Konsequenzen mit Ihren inneren Werten ab: Wofür stehen Sie? Passt der Weg zu Ihren Bedürfnissen und dem, was Ihnen im Leben wichtig ist? 

Und tadaa - jetzt müssen Sie nur noch ins Handeln kommen! 

 

3. Kopfstand Brainstorming 

Und dann gibt es die Situationen, für die alle Möglichkeiten einen Beigeschmack haben, eine Konsequenz auf die man verzichten möchte. Auch für diesen Fall gibt es eine Technik, die Ihnen weiterhelfen könnte: Drehen Sie die Frage um! Fragen Sie nicht danach, was helfen könnte, sondern fragen Sie danach, was das Schlimmste wäre, was Sie tun könnten? Sammeln Sie alles, was die Situation noch verschlimmern könnte und führen Sie sich vor Augen, was Sie vermeiden sollten. Denn auch das können hilfreiche Wegweiser im Entscheidungslabyrinth sein.

 

Viele Wege führen nach Rom und ebenso viele Wege zu einer Entscheidung. Und das Wichtigste dabei bleibt: Es reicht nicht nur zu wissen, man muss auch tun!

Wenn wir etwas für Sie tun können, zögern Sie nicht, sich an uns zu wenden! Auf Wunsch coacht Sie unsere Bildungsberaterin in beruflichen Entscheidungsprozessen und begleitet Sie auf Ihrem Weg!