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April, April!

Es ist eine kleine Tradition in vielen Regionen Deutschlands, aber auch in anderen Ländern Europas, seinen Mitmenschen am 1. April einen kleinen Streich zu spielen oder ihnen "einen Bären aufzubinden". Aber wissen Sie eigentlich, was es mit dem Aprilscherz auf sich hat und woher dieses kleine Ritual kommt? Hier einige Herleitungen:  

 

Erklärung Nr. 1

Im Jahr 1564 hat der französische König Karl IX. einfach mal in Eigenregie die Zeiteinteilung des Jahres geändert und den Jahresbeginn vom 1. April auf den 1. Januar verlegt. Einige Menschen verschickten zum Scherz dennoch Einladungen zum Neujahrsfest am 1. April. Da es damals noch keine Medien gab, wussten viele Menschen noch nichts von dieser Umstellung und wurden so scherzhaft in den April geschickt.

Von Frankreich aus hat sich der Aprilscherz dann wohl in ganz Europa verbreitet.

 

Erklärung Nr. 2

April, April - der macht, was er will. Die zweite Erklärung lässt sich auf das unbeständige Wetter im April zurückführen. Ganz nach dem Motto: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht."

 

Erklärung Nr. 3

Und der Erklärungsversuch Nr. 3 kommt ebenfalls aus Frankreich. Da soll Heinrich IV., König von Frankreich und Frauenheld, eine Einladung von einem Mädchen zu einem Rendezvous für den 1. April in sein Lustschloss erhalten haben. Statt des Mädchens traf er dort seinen Hofstaat und seine Ehegattin, die ihrem Mann auf diese Weise eine kleine Lektion erteilte und ihn in den April schickte. 

 

In dieser herausfordernden Zeit seinen Humor zu behalten, ist nicht gerade einfach. Und dabei ist Lachen so gesund. Wissenschaftler und Mediziner haben bereits in den 1960er Jahren begonnen, die therapeutischen Auswirkungen des Lachens zu erforschen und sind dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen: Der Körper reagiert beim Lachen mit einer vermehrten Produktion von Abwehrkräften. Denn genau wie Stress und psychische Belastungen sich negativ auf das Immunsystem auswirken und dieses schwächen können, kann Lachen sich positiv auswirken und den Körper widerstandsfähiger machen. Klingt eigentlich logisch, oder? Durch starke Belastungen werden Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol produziert, Lachen produziert Endorphine. Schon möglich also, dass man sich nach einem herzhaften Lachanfall genauso gut fühlt wie ein Sportler, der gerade eine Trainingseinheit absolviert hat. 

 

Wir wünschen Ihnen, dass Sie auch im April 2021 trotz aller Umstände Lebensfreude spüren und in vielen Momenten aus vollem Herzen lachen können!

Und vielleicht ist dieses Jahr eine gute Gelegenheit, den Aprilscherz mal wieder etwas ausgiebiger zu zelebrieren und anderen Menschen einen kleinen Streich zu spielen, um ihnen so ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern und sie mit einem Lachen anzustecken!

 

Bleiben Sie gesund!