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Warum Verzicht auch ein Gewinn sein kann!

Haben Sie heute auch Ihr Kalenderblatt umgeschlagen und ein fröhliches Karnevalsbild entdeckt? Und ging Ihnen im nächsten Moment auch sofort "Ach geht ja nicht!" durch den Kopf?

Nach wie vor hat uns der Corona-Virus fest im Griff, auch wenn mit den bereits begonnen Impfungen wieder etwas Hoffnung aufblüht. Wir haben in dem vergangenen Jahr auf vieles, was Spaß und Freude macht, verzichten müssen. So wie die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wellenmäßig erschienen - im Sommer etwas lockerer, im Winter wieder eingeschränkter - so ist es Ihnen vielleicht auch mit dem Verzicht ergangen: Mal fiel es Ihnen leichter, mal fiel es Ihnen schwerer auf die eigene Geburtstagsfeier, den Besuch bei der Oma, das Treffen mit Freunden und Nachbarn zu verzichten.  

 

Verzicht ist neben dem Karneval eines der Themen, die im Monat Februar ganz besonders präsent sind, denn seit jeher nehmen sich eine nicht unbeachtliche Zahl der Menschen vor, für eine gewisse Zeit auf etwas zu verzichten. Ab Aschermittwoch bis Ostern - 40 Tage - bewusster Verzicht auf sonst geliebte Gewohnheiten. Für die einen steht beim Fasten die Gesundheit im Vordergrund und sie verzichten auf Fleisch, Milchprodukte, Zucker oder Alkohol. Andere verzichten um des Glaubens Willen und nutzen die Zeit zur inneren Einkehr. Wieder andere nutzen die Fastenzeit, um Ihre tägliche Bildschirmzeit zu reduzieren und gönnen sich auf bestimmte Zeit smartphonefreie Tage. Es gibt viele Wege, sich in Enthaltsamkeit zu üben. Doch was bringt uns bewusster Verzicht und warum ist es nicht immer leicht, durchzuhalten, was man sich vorgenommen hat? 

 

 

Verzicht bedeutet, dass man etwas weglässt, um etwas anderes zu erreichen. Genau genommen, ist es also ein Tausch. Wenn wir zu etwas NEIN sagen, so sagen wir damit gleichzeitig JA zu etwas anderem. Ein paar Beispiele: Wer NEIN zu Fleisch, Zucker oder Alkohol sagt, sagt JA zu seinem Körper und seiner Gesundheit. Wer NEIN zum Smartphone sagt, sagt JA zur Familienzeit oder qualitativer Freizeit für sich. Wer NEIN zu Konsum sagt, sagt JA zur inneren Einkehr.

Verzicht hat wohl vor allem zum Ziel, wieder mehr bei uns selbst anzukommen. Uns weniger mit Außen zu beschäftigen, sondern uns auf das zu besinnen, was wir haben, statt immer danach zu suchen, was wir noch brauchen könnten. 

Verzicht ist eine lange Tradition und selbst in der Antike haben die Stoiker bereits darauf vertraut, dass nur derjenige, der sich in Verzicht übt, auch das wahre Glück finden kann. Denn Das Glück liegt nicht im Außen, sondern einzig in uns selbst! 

 

Haben Sie schon mal gefastet und bewusst für eine Zeit auf etwas verzichtet? Nein? Vielleicht versuchen Sie es dieses Jahr mal. Hier sind unsere 3 wichtigsten Fastentipps für Sie: 

  • Ein gute Vorbereitung ist die halbe Miete! Auf was möchten Sie ab wann für wie lange verzichten und - ganz wichtig! - WARUM? Zu was sagen Sie JA? 
  • Schwierige Situationen einplanen! Es wird Momente geben, da fällt Ihnen der Verzicht schwerer, als vielleicht erwartet. Wie können Sie sich selbst motivieren und bei der Stange halten, wenn das Teufelchen auf der Schulter immer lauter wird?
  • Verbündete finden! Verzicht fällt leichter, wenn man es zusammen macht. Wer kann Sie unterstützen oder macht vielleicht sogar mit? 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude beim Verzicht!