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...und plötzlich steht die Welt still!

Es gibt wohl kein Wort, das sich binnen so kurzer Zeit so stark in unseren Köpfen verankert hat, wie das Wort "Corona". Und mit diesem auch die Worte "abgesagt", "fällt aus", "verschoben", "findet nicht statt", "vorübergehend geschlossen".

 

So auch leider einige Veranstaltungen des HESSENCAMPUS Waldeck-Frankenberg: Das Seminar "Entspannung hinter Klostermauern" musste leider aufgrund der aktuellen Situation abgesagt werden. Für das Seminar mit dem TV-Moderator Thoms Ranft mit dem Titel "Rhetorik und Präsentation", welches am 2. April stattfinden sollte und ebenfalls abgesagt werden musste, haben wir bereits einen Ersatztermin gefunden (mehr Infos). Die Tagesseminare "Sprechen vor großen Gruppen" am 22. April und "Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien" am 27. April mussten wir ebenfalls absagen. Derzeit bemühen wir uns um Erstaztermine.

 

Beinahe auf der ganzuen Welt herrscht Ausnahmezustand, die Medien sind voll von beunruhigenden Zahlen und Fakten, die Ängste und Sorgen der Menschen sehr unterschiedlich: Während die einen Hamsterkäufe tätigen, bangen andere um ihre Existenz, weil ihnen Aufträge verloren gehen oder sie ihre Geschäfte vorübergehend schließen müssen. Auch in unserem Landkreis sind davon leider viele Arbeitnehmer*innen und Selbstständige betroffen.

 

Der Zukunftsforscher Matthias Horx beschreibt in seinem aktuellen Beitrag, dass die Welt wie wir sie kennen, sich gerade auflöst und zu einer neuen Welt zusammenstellt. Er lädt uns zu einer kleinen Übung namens "Re-Gnose" ein. Anders als bei einer Progrnose, bei der in die Zukunft geschaut wird, schaut man bei der RE-Gnose von der Zukunft aus zurück in die Vergangenheit. Wir verbinden uns also mit der Zukunft und dadurch entsteht eine Brücke zwischen Heute und Morgen. Horx spricht von Zukunfts-Intelligenz. Klingt kompliziert, ist aber im Prinzip ganz simpel. Stellen wir uns vor, es ist Herbst und alles läuft wieder in seinem gewohnten Gang. Dem Beispiel in seinem Beitrag folgend sitzen wir in einem Straßencafé. Es ist warm und auf der Straße bewegen sich wieder Menschen. Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt, der Wein, der Cocktail, der Kaffee wieder wie früher? Wie damals vor Corona? Oder sogar besser? Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

 

Horx ist davon überzeugt, dass wir uns darüber wundern werden, dass die sozialen Kontakte, auf wie gerade verzichten müssen, in vielen Fällen nicht zur Einsamkeit geführt haben, sondern dadurch eher eine neue, vielleicht tiefere Verbundenheit zu vielen Menschen entstehen konnte. Wir telefonieren vielleicht ausführlicher, sind möglicherweise überhaupt seit langem mal wieder erreichbar gewesen, schreiben wieder Postkarten, nehmen uns mehr Zeit für unsere Kinder, für ausführliche Gespräch mit dem Partner - für all das, was wir sonst vielleicht häufiger mal vernachlässigt haben. Die Stimmung bei den Fußballspielen könnte sich zum Positiven verändert haben: Weniger Wut, weniger Pöbeleien, weniger Rassismus. Der Gewinn der digitalen Technik und die Möglichkeit des Homeoffice sind aus der Arbeitswelt nun endgüldig nicht mehr wegzudenken. Viele viele weitere Beispiele gibt er noch, worüber wir uns im herbst 2020 rückblickend wundern werden. Und letztlich stellt er die Frage, ob der Virus unser Leben in eine Richtung verändert hat, in welche sie sich sowieso verändern wollte? Den vollständigen Artikel finden sie unter https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona.

 

Wir wünschen Ihnen ganz persönlich, dass Sie diese Krise meistern werden und im Herbst in einem Café oder einer Bar sitzen und das Gefühl einer neuen Normalität genießen können.

Bis dahin bleiben Sie gesund und zuversichtlich!